Abmahnsichere Rechtstexte

für Websites und Onlineshops

In Stein gemeißelt – die Widerrufsbelehrung

Mit der Widerrufsbelehrung informieren Sie Endverbraucher über ihr gesetzliches Widerrufsrecht. Das Gesetz schreibt nicht nur vor, dass Sie ein Widerrufsrecht anbieten, sondern auch, dass Sie Ihre Kunden darüber informieren müssen. Kurz: Die Widerrufsbelehrung ist unumgängliche Pflicht.

Zum Hintergrund: Wenn Sie an Verbraucher Waren oder Dienstleistungen über das Internet oder Telefon (oder andere Fernkommunikationsmittel) verkaufen, haben die Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht. Dieses Widerrufsrecht folgt aus §§ 312g und 355 BGB. Über dieses Widerrufsrecht müssen Sie Verbraucher informieren. Die gesetzliche Verpflichtung dazu ergibt sich aus Art. 246a § 1 Abs. 2 EGBGB.

Das Gesetz schreibt nicht nur vor, dass Sie das Widerrufsrecht einräumen, sondern auch, wie und wo Sie darüber informieren müssen. Es ist wichtig, dass Sie diese gesetzlichen Vorgaben einhalten, da Sie ansonsten von Mitbewerbern abgemahnt werden können.

Individueller Schutz zum Festpreis

Bei der Widerrufsbelehrung werden sehr oft folgende Fehler gemacht:

  • Es wird eine Widerrufsbelehrung verwendet, die nicht aktuell ist
  • Die Widerrufsbelehrung ist nicht an der richtigen Stelle im Onlineshop eingebunden
  • Es werden unzulässige Klauseln in die Widerrufsbelehrung oder das Widerrufsformular eingefügt
  • Das Widerrufsformular fehlt oder ist nicht vollständig

 

Eine korrekte Widerrufsbelehrung ist neben der Abmahnsicherheit aus weiteren Gründen wichtig: Erstens wollen Ihre Kunden wissen, dass sie ein Widerrufsrecht haben, wie sie das Widerrufsrecht ausüben und welche Kosten sie im Falle der Ausübung tragen müssen. Zweitens hat eine rechtswirksame Widerrufsbelehrung für Sie den Vorteil, dass Sie sich eine Menge Kopfschmerzen ersparen können: bei Fragen zum Widerruf können Sie immer auf ein Dokument verweisen, in dem Umfang und Modalitäten des Widerrufsrechts klar erklärt sind.

Es gibt nur ganz wenige Ausnahmefälle, in denen das Widerrufsrecht nicht greift oder der Verbraucher darauf verzichten kann. Doch auch in diesen seltenen Fällen müssen Sie über das grundsätzlich bestehende Widerrufsrecht und die Gründe der Nichtwirksamkeit informieren.

»Gehen Sie auf Nummer sicher.«

Dr. Eva Vonau | Rechtsanwätin Schwerpunkt Urheber-, Medien- und Werberecht

Dr. Eva Vonau

»Gehen Sie auf Nummer sicher.«

Dr. Eva Vonau | Rechtsanwätin
Schwerpunkt Urheber-, Medien- und Werberecht